Gutes Feedback
Es gibt beruflich und privat viele Gelegenheiten für Feedback: Meetings, Projekte, Präsentationen, Feiern oder gemeinsame Aktivitäten. Meist beschränkt sich unser Feedback auf „1. Was war gut?“, „2. Was war schlecht?“. „Danke.“
Diejenigen, die sonst auch gerne und viel reden, geben ihre Meinung ab. Kritische Aussagen bleiben dabei eher die vorsichtigen Ausnahmen, vor allem, wenn ein Chef mit im Raum ist.
Hier ein Vorschlag für eine kleine Anpassung der Feedback-Runde. Frag bei der nächsten Runde nach Aussagen, die wie folgt beginnen:
„Ich mag …“ oder „Ich wünschte …“.
Zum Beispiel könnte eine Aussage sein: „Ich mag die Kommunikation im Team, alle sind immer gut informiert.“, oder „Ich wünschte, wir hätten mehr Kunden in die Entwicklung einbezogen.“.
Beide Aussagen sind positiv formuliert.

Was war gut und was wünschen wir uns, das wir verbessern können.

Um aus der Gruppe Ideen für mögliche Lösungen aufzuzeigen, könnt ihr zusätzlich die Fragen beantworten: „Was wäre, wenn …?“ oder „Wie könnten wir …?“.
Die Aussagen und Antworten sollten sichtbar für alle Dokumentiert werden, am einfachsten direkt in einer Feedback-Dokumentation die präsentiert wird. Jeder sieht es gerne, wenn das was er sagt, auch gehört und niedergeschrieben wird.
Als Führungskraft unterstellst du dich auf irgendein Feedback einzugehen, außer du hast dazu eine Verständnisfrage. Bedanke dich für das aktive Feedback, aber lass es vorerst unkommentiert stehen. Im Nachgang kannst du dich in Ruhe mit den Ergebnissen beschäftigen und dir überlegen, welche Wünsche du für die Zukunft berücksichtigen möchtest.
Du kannst diese Feedback-Übung natürlich auch alleine durchführen. Oder mit Kunden, Kollegen oder Freunden. Die besten Lösungen entstehen live, gemeinsam als Gruppe.
Feedback ist die Basis für jede kreative Zusammenarbeit. Gutes Feedback bietet Raum für Veränderungen und neue Ideen. Ich mochte, ich wünschte kann dir dabei helfen.